Matchtagebuch

Hier schauen wir auf unsere Begegnungen zurück. Wer gerne mal einen Nachbericht schreiben möchte, meldet sich beim nächsten Training oder über den Kontakt.

Rückblick Open-Air Wrangelstraße
Vorrunden in Berlin haben ja etwas ganz Eigenes. Man hält ein bisschen den Ball hoch, holt sich eine Bratwurst, liegt zwischendurch unterm Sonnenschirm, qualifiziert sich locker für’s Viertelfinale, und dann wird es plötzlich knallhart.


„Knallhart“ hieß jedenfalls die Nachwuchstruppe aus Kreuzberg, von der bisher niemand etwas gehört hatte, und da möchte man ja fast zu Gelassenheit neigen... Aber Vorsicht! Die Jungs waren darauf spezialisiert auf alles draufzuhauen, was rund und nicht befestigt war. Hannes Kopf zum Beispiel, der beim Block einen tätowierten Oberarm abbekam und sich erstmal in der Kühlbox verstecken musste. Aber: ausgleichende Gerechtigkeit! Taktik siegte wieder über Eisen und wir waren am Ende mit 3:1 doch deutlich eine Runde weiter.

 

 

Im Halbfinale ging es dann gegen die Stress-Blocker aus Ahrensfelde. Die hatten tatsächlich die Ruhe weg und verschleppten das Tempo. Nicht leicht für unseren Heißsporn Micha, der immer wieder laut wurde und den der Schiedsrichter dann auch beinahe vom Platz nahm. Zum Glück fand das Team rechtzeitig zum guten Ton zurück, und wir konnten uns dann schließlich im Tie-Break mit 15:9 durchsetzen.


Und kaum zu glauben: Auch dieses Jahr hieß die Finalpaarung Hallenpicknick – Westblock. Die Picknicker hatten wieder alles dabei, was Krach macht, und weil wir unseren Lieblingsgegner ja schon so gut kennen, blieben wir dieses Jahr ganz cool. Die ersten zwei Sätze gingen klar an uns, aber dann wurde es noch mal spannend. Denn weil bei Hallenpicknick der höchstbegabte Teil des Teams den halben Vormittag im Stau gestanden hatte, konnte sich die Picknick-Power erst mit den Einwechslungen zum dritten Satz voll entfalten. 2:2, wieder Tiebreak. Bis heute weiß keiner von uns, wie wir durch dieses Inferno kamen. Und niemand erinnert, wie wir uns über die 15 hoch geschaukelt haben. Nur dass dann ausgerechnet Irrko mit einem Ass durchkam und wir mit 23:21 den Pott holten: Das wollen wir erinnern.